Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Ambulante Hospizbewegung Dülmen e.V.

Martin Buber

Projektwoche der Hospizbewegung Dülmen an der Merfelder Grundschule war erfolgreich

Merfeld. „Hospiz macht Schule“ - unter diesem Motto fand vergangene Woche in der dritten Klasse der Grundschule Merfeld, Klassenlehrerin ist Irmgard Knoke, eine Projektwoche statt, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesmodellprogramms „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ gefördert wurde. Dabei beschäftigten sich die Kinder in fünf Gruppen jeweils einen vierstündigen Unterrichtsmorgen lang mit den Themen  „Werden und Vergehen“, „Krankheit und Leid“, „Sterben und Tod“, „Vom Traurigsein“ sowie „Trost und Trösten“. Durchführende waren Angela Kathmann (Teamleiterin), die lange Jahre als Lehrerin an der Augustinusschule unterrichtet hatte und seit 2002 der Ambulanten Hospizbewegung angehört, außerdem Christel Büscher, Walburga Dilkaute, Sabine Brandt und Rafaela Puchalla von der Ambulanten Hospizbewegung.

„Die Kinder waren sehr offen und einsichtig und hatten keine Berührungsängste. Sie müssen wissen, wie man mit dem Thema umgeht", so Angela Kathmann. Den Kindern solle nicht gesagt werden, Opa sei weggegangen oder eingeschlafen, sondern richtig sei die Formulierung: „Opa ist tot.“  Es müsse ehrlich mit dem Thema Tod umgegangen werden, denn der Tod bedeute etwas Endgültiges. „Wir hatten den Eindruck, dass die Kinder ganz offen mit dem Thema Tod umgehen können und zu Hause auch ehrliche Antworten auf ihre Fragen bekommen“, so Angela Kathmann. Durchgeführt wurde dieses Projekt, das 2005 in Düren entwickelt wurde und 2007 den Gesundheitspreis ‚pulsus’ erhielt, bereits dreimal n der Augustinusschule.
„Am Freitag hat jede Gruppe einen Tag vorgestellt. Einige Kinder haben ihre Trostbriefe den Eltern vorgelesen“, so Angela Kathmann weiter. Jedes Kind habe noch eine Baumscheibe als Andenken an diese Projektwoche bekommen. „Ich habe noch einige Zeilen darauf geschrieben: ‚Ich lebe mein Leben in wachsendem Ringen’ von Rilke mit dem Wunsch, dass die Kinder noch viele Jahre das Leben genießen können.“ Und: „Unser Team war angetan und sehr zufrieden. Wir wünschen uns alle, dass das Projekt auch in anderen Grundschulen Eingang finden könnte.“ Eine weitere Anfrage liege vor. Interessierte können sich bei Angela Kathmann unter (02594) 6634 oder bei der Ambulanten Hospizbewegung unter (02594) 5092447, melden.
Auch Klassenlehrerin Irmgard Knoke zeigte sich nach der Schlussveranstaltung mit den Eltern am Freitag sehr angetan: Jede Stunde hat sich gelohnt. Die Kinder haben einfach gemerkt, dass es auch die Schattenseiten des Lebens gibt, die zu akzeptieren sind. Es hilft, darüber zu sprechen, dass man dann auch seine Trauer selber besser annehmen kann und dass wir als Christen nicht ohne Hoffnung sind.“
Jede Gruppe habe eigenständig gearbeitet und den Eltern abschließend vorgestellt, was erarbeitet worden sei. „Es wurden kleine Rollenspiele durchgeführt und Texte vorgelesen. Die Kinder waren begeistert und die Eltern beeindruckt.“
-reik-

Anmeldung

Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern

Ambulante Hospizbewegung Dülmen e.V.

Vorsitzender: Dr. Stefan Kintrup

Koordinatoren : Ralf Koritko, Susanne Erfurt

Coesfelder Strasse 21  48249 Dülmen

Tel:: 0 171 / 8 92 51 99

Sparkasse Westmünsterland

BLZ 401 545 30

Konto 18 013 086

IBAN: DE52 4015 4530 0018 0130 86
BIC: WELADE3WXXX

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok