Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Ambulante Hospizbewegung Dülmen e.V.

Martin Buber

Dezember 2004

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute mit dem Stummen verweilt
und begreift was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird, und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht
und du zögerst nicht, sonder du gehst,
so wie du bist, darauf zu,
dann, ja dann
fängt Weihnachten an.



Liebe Mitglieder und Freunde der Dülmener Hospizbewegung,

mit der von unseren Ehrenamtlichen seit dem Frühjahr 2001 jährlich herausgegebenen Hospiz-Info wird über unsere Tätigkeit im Dienst für den Menschen in seiner letzten Lebensphase berichtet. Durch unsere Arbeit leisten wir einen Beitrag dazu, dass Schwerstkranke zunächst in ihrer vertrauten Umgebung und im Kreise ihrer Familie oder Freunde bis zuletzt würdig leben und sterben können. Wir begleiten und besuchen diese Menschen auch im Krankenhaus und in Altenpflegeheimen, wenn sie dort unsere Hilfe benötigen.
Über unsere Absicht, bald auch ein stationäres Hospiz zu erstellen und zu unterhalten für die Kranken, bei denen die Familien nicht mehr in der Lage sind, eine ausreichende Pflege zu gewährleisten oder wenn Angehörige überhaupt nicht vorhanden sind, wurde bereits in der Presse berichtet. Leider ist es zu einer Verzögerung der Planungsphase gekommen, sodass erst im Jahre 2006 mit der Fertigstellung, im übrigen auf dem Gelände des Franz-Hospitals, zu rechnen ist.
Zur Unterstützung trauernder Angehöriger und Freunde nach einem Todesfall, vor allem dann, wenn durch unsere vorhergegangene Sterbebgleitung eine Vertrauensbasis entstanden ist, möchten wir im Jahre 2005 den Betroffenen eine weitere Hilfe anbieten, und zwar eine offene Gesprächsgruppe, die von erfahrenen Trauerbegleitern geleitet wird. Dieser Gesprächskreis soll das schon bestehende Angebot von Trauerseminaren der Familienbildungsstätte ergänzen.
Für die bevorstehenden adventlich-vorweihnachtlichen Tage wünschen wir vom Vorstand allen Mitgliedern und Ehrenamtlichen eine besinnliche Zeit.
(Dr. Hans Joachim Böck, 1. Vorsitzender)



In den letzten Jahren war die Hospizbewegung in verschiedenen Bereichen aktiv. Beispielhaft möchten wir die Sprechstunden im Franz-Hospital erwähnen, sowie Vorträge und Gesprächsrunden, die sich mit der Thematik der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen auseinander setzt.
Im Laufe dieses Jahres haben sich Ehrenamtliche im Arbeitskreis „Öffentlichkeit“ Gedanken gemacht, welche Möglichkeiten es noch gibt, sich mit Tod und Sterben auseinander zu setzen. Eine Idee war, den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen zu suchen.
Tod und Sterben ist nicht ein Thema welches nur ältere Menschen betrifft. Immer wieder gibt es in Kindergärten und Schulen Situ- ationen, wo dies jungen Menschen mit dem Tod konfrontiert wer- den. Wie gehen sie mit diesen Situationen um? Welche Vorstel- lungen sind in ihnen? Diese Fragen nahmen wir zum Anlass, mit einem Kindergarten und verschiedenen Schulen Kontakt aufzu- nehmen. Wir haben mit einigen Lehrkräften dieses Projekt be- sprochen und Interesse vorgefunden. Der Koordinator der Hospiz- bewegung, Ralf Koritko, besucht die interessierten Klassen um über die Bewegung zu informieren. Das Thema Tod und Sterben wird dann mit Hilfe gemalter Bilder besprochen. Diese Bilder stellen die Kinder und Jugendlichen uns zur Verfügung. Unsere Idee ist, mit diesen Arbeiten eine Ausstellung zu veranstalten. Der Tag dieser Aktion ist in Absprache mit Herrn Dechant Dr. Döink von der St. Viktor-Gemeinde und Herrn Flöhmer von der evangelischen Kirche  abgesprochen. Es soll am 13. Februar, dem 1. Fastensonntag 2005, sein.
An diesem Sonntag feiert das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium mit der Hospizbewegung Dülmen einen Gottesdienst in der Viktor Kirche. Am Nachmittag findet dann die Bilderaus-
Stellung in der Christus-Kirche statt.
Wir von der Hospizbewegung erhoffen uns eine rege Beteiligung und einen intensiven Gedankenaustausch über ein Thema, das uns alle angeht.
                                                                       (Ralf Koritko)



ABSCHIED

Komm, bring mich noch zum Bahnhof
Und sage mir Adieu
Die Treppe steigt so angsterregend hoch
Drum lass mich nicht allein und geh
Nicht fort, bevor ich eingestiegen bin
Wink mir noch nach, bis der Zug entschwindet
Versprich es mir, bei allem, was uns zwei verbindet
Voll Sentiment und Wehmut ist mein Sinn
Erst wenn ich eine Weile fort bin
Dreh dich um und geh

Geh still nach Haus, versunken und gefangen
Und denk an das, was nun vergangen
An uns und unser Glück
An unser Leben
Dann raff dich auf und sicht’ fein
Behutsam, was ich dir gelassen
Ich werd dabei im Geist noch um dich sein
Erst nach und nach entschweben
Und wohl auch verblassen
Doch lass ich dich getröstet dann zurück

Du wirst es schaffen, glaube mir
Warst immer stark und hast mir Kraft gegeben
Hab Dank, die Zeit war gut mit dir
Doch nun adieu – und du sollst leben.
(Dirk Schäfer und Werner Knubben)

Abschied nehmen ist alltäglich für uns. Jeder tut es mehrmals am Tag. Endgültig „Abschied nehmen“ von einem geliebten Menschen macht uns traurig, betroffen. Dieser Abschied bringt uns an Grenzen, die wir uns nicht vorstellen können. Die Trauer, die von uns Besitz nimmt, müssen wir bearbeiten. Wir müssen lernen, mit ihr umzugehen und in unseren Alltag einlassen. Für viele Menschen ist es schwer, manchmal auch unmöglich, aus der Trauer wieder ins Leben zu finden.
Trauer ist individuell. Jeder Mensch geht anders damit um. Viele fühlen sich allein und unverstanden. Oft können auch Angehörige und Freunde sich nicht einlassen auf diese Gefühle und müssen erleben, wie der Trauernde sich immer mehr in sich selbst zurückzieht. Beim Trauernden selbst kommen nie gekannte Gefühle, auch den Ver- storbenen betreffend, wie Zorn, Hass, Wut und Neid auf.
Bei der Bewältigung dieser Trauerarbeit wollen wir helfen. Eine kleine Gruppe der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen bereitet sich darauf vor, Trauerbegleitung als ein weiteres Angebot in der Hospizbewegung Dülmen zu integrieren. Natürlich ist diese Arbeit nicht ohne entsprechende Ausbildung und Vorbereitung zu leisten. Genau wie für die Begleitung Sterbender gibt es Fortbildungen zum Thema „Trauerbegleitung“, an denen wir teilnehmen, um für diese Arbeit gerüstet zu sein. In welchem zeitlichen Rahmen wir Trauerbegleitung anbieten, wann und wo diese stattfinden kann, müssen wir noch überlegen.
Ganz sicher wissen wir aber was wir anbieten möchten.
Wir wollen: -    Zeit haben für Gespräche
  -    Schweigen und Tränen aushalten können
- Verbindlich sein in unserem Dasein
- Dem Trauernden vermitteln, dass er ernst genommen wird.
Wir alle hoffen auf ein gutes Gelingen unserer Arbeit.

(Walburga Dilkaute)

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Ambulante Hospizbewegung Dülmen e.V.

Vorsitzende: Monika Holtkamp

Koordinatoren : Ralf Koritko, Susanne Erfurt

Coesfelder Strasse 21  48249 Dülmen

Tel:: 0 171 / 8 92 51 99

Sparkasse Westmünsterland

BLZ 401 545 30

Konto 18 013 086

IBAN: DE52 4015 4530 0018 0130 86
BIC: WELADE3WXXX

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