Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Ambulante Hospizbewegung Dülmen e.V.

Martin Buber

Rückblick 2009 - Vorschau 2010

Ich habe mich auf den Weg gemacht:
Wie einer der Könige suchte ich
nach einem Lichtpunkt
am dunklen Himmel.
Wie einer der Hoffnungslosen suchte ich
nach einem Funken
Hoffnung in dieser Welt.
Wie einer aus der Verlorenheit
suchte ich ein
Zuhause bei Gott.
Ich suchte Gott bei den Menschen
und fand einen Blick, der mich verstand,
und fand eine Hand, die mich suchte,
und fand einen Arm, der mich umfasste,
und fand einen Mund, der zu mir
Ja sagte.
Ich fand
Gott nach langem Suchen:
sehr arm, nicht mächtig, nicht prächtig,
sehr bescheiden, alltäglich, als
Kind in der Krippe,
nackt, frierend, hilflos,
mit einem Lächeln durch die Zeiten.
Das erreichte mich in meinen Dunkelheiten.
Gott fing ganz klein an –
auch bei mir. 
(Hans Dieter Hüsch)

Dülmen, im November 2009

Jahresbericht Hospizbewegung 2009

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der ambulanten Hospizbewegung Dülmen,

nun, da sich das Jahr wieder dem Ende zuneigt, möchten wir Sie mit der vorliegenden Broschüre über unsere Aktivitäten informieren.
Das vergangene Jahr war insbesondere geprägt durch die zunehmende Vernetzung der ambulanten Hospizbewegun-gen des Kreises Coesfeld und Selm. Ralf Koritko wird in seinem Beitrag den Stand der Entwicklung des Palliativnetzes für den Kreis Coesfeld darlegen.
Im September fand zudem in Billerbeck erstmals ein Kreishospiztag statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Öffentlichkeit auf die vielfältigen Aktivitäten der Hospizbewegungen des Kreises aufmerksam zu machen sowie den ehrenamtlich Tätigen in zwangloser Atmosphäre die Möglichkeit zum Kennenlernen und gegenseitigen Austausch zu geben. Das Programm war breit aufgestellt und die Beteiligung so-wie auch die Resonanz der Teilnehmer bestätigten das gute Konzept.
In einem weiteren Abschnitt wird Herr Koritko Sie informieren über die Hauptaufgabe der Hospizbewegung, der Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen. Die zunehmende Anzahl der Begleitungen und Anfragen verdeutlicht die Notwendigkeit hospizlicher Tätigkeit. Sie zeigt aber auch, dass die ambulante Hospizbewegung in Dülmen einen etablierten Platz hat. Sie ist bekannt und wird wahrgenommen.
Unser Trauercafe wird jeweils am ersten Sonntagvormittag im Monat im Hospiztreff in der Coesfelder Straße angebo-ten. Es ist mittlerweile zu einer festen Institution geworden. Die Räumlichkeiten des Hospiztreffs sind während des Trauercafes teilweise schon fast zu klein. Wir freuen uns, dass durch das Angebot des Trauercafes auch Bekanntschaften und Freundschaften geknüpft wurden. So trifft sich inzwischen eine weitere Gruppe regelmäßig nachmittags zum Beisammensein.
Brigitte Scheipers berichtet über das diesjährige Fortbildungswochenende für die ehrenamtlich Tätigen unserer Hospizbewegung. In Gerleve trafen wird uns zu einem Seminar zum Thema Palliative Kommunikation. Es war ein intensives Seminar, das sicher jedem von uns viele Anregungen und Hilfen für die Hospizarbeit aber auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung bieten konnte.
Ebenfalls fest etabliert in Dülmen ist inzwischen das Projekt "Hospiz macht Schule". Wir freuen uns, dass in der Zusammenarbeit mit den Grundschulen es gelungen ist eine Unterrichtsreihe zu diesem Thema gestalten zu können. Christel Büscher gibt Ihnen einen Einblick in den Ablauf der Unterrichtsreihe.
An dieser Stelle gilt unser Dank ebenfalls allen Bürgern, Vereinen, Institutionen und Kaufleuten der Stadt, die das Wirken der ambulanten Hospizbewegung unterstützen. Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich. Bitte unterstützen Sie uns weiter!

Wenn Sie bisher noch nicht Mitglied in der Hospizbewegung sind: Sie finden in dieser Broschüre den Aufnahmeantrag. Wir freuen uns natürlich auch über jeden, der aktiv bei uns mitarbeiten möchte. Bitte sprechen Sie uns an!

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2010.
Ihr
Dr. Stefan Kintrup
1. Vorsitzender


Namens- und Anschriftenänderungen erneut beschlossen
Mitgliederversammlung tagte am 18. November 2009 im „Hospiz Treff“
Vorsitzender Dr. Stefan Kintrup eröffnete die Mitgliederversammlung mit herzlichen Worten der Begrüßung und gab sodann einen kurzen Rückblick über  die besonderen Ereignisse der vergangenen 12 Monate; an anderer Stelle wird dazu im einzelnen berichtet. Den anwesenden 24 Mitgliedern stellte er den von der Bürgerstiftung geförderten Präsentationsstand vor, der bei  diversen Veranstaltungen schon zum Einsatz gekommen sei. Informiert wurde auch über die Aktivitäten des Vorstandes in seinen 6 Sitzungen, wo z.B. über notwendige Verbesserungen des Raumklimas durch Einbau neuer Fenster und der Heizungsanlage beraten worden sei.
Geschäftsführer Hubert Deipenbrock von der  „Hospiz Anna Katharina gGmbH“ berichtete über die Entwicklung dieser Einrichtung, die ganz wesentlich von der Hospizbewegung initiiert worden  und deren Mitgesellschafter die Hospizbewegung ja auch sei. Am 3. November d.J. habe man den 3. Geburtstag begehen können, was im Rahmen von zwei interessanten Vortragsveranstaltungen erfolgte. In den vergangenen 3 Jahren wurden insgesamt 350 Gäste und Angehörige in der Einrichtung begleitet. Dazu stünden 20 hauptamtliche Mitarbeiter und 30 ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung. Sorge bereite die rückläufige Auslastung, was in einer zurückgegangenen Verweildauer begründet sei  und auch die sich abzeichnende Tatsache, dass der jährlich aufzubringende Eigenanteil in der Größenordnung von 130.000 – 150.000 € in diesem Jahr wohl nicht  vollständig finanziert werden könne; das Spendenaufkommen sei leider rückläufig.  Mit Blick in die Zukunft sei es wichtig, den Bekanntheitsgrad noch weiter zu verbessern; trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit wüssten viele Menschen nicht, dass es ein stationäres Hospiz hier in Dülmen gebe. Unter Hinweis auf die Berichterstattungen über eine mögliche Umnutzung eines Kirchengebäudes in Coesfeld führte er aus, dass für ein weiteres stationäres Hospiz  im Kreisgebiet  kein Bedarf gesehen werde. 
 
Koordinator Ralf Koritko gab anschließend einen ausführlichen Bericht über die eigentliche Arbeit der Hospizbewegung, die Begleitung von kranken und schwerstkranken Menschen. Zur Zeit erfolgen 10 Begleitungen. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 25 Personen begleitet, davon 19 im Hospiz Anna Katharina. Die zeitliche Intensität der Begleitungen sei sehr unterschiedlich; während bei der ambulanten, häuslichen Begleitung in der Regel wöchentlich ein bis zwei Besuche erfolgten, seien diese im stationären Hospiz Anna Katharina fast täglich. Eine große Rolle spielten auch die sogenannten Langzeitbegleitungen; von den derzeit 10 Begleitungen seien allein 8 Langzeitbegleitungen. Eine Begleitung erfolge bereits seit 2004. Das Thema Langzeitbegleitung solle im nächsten Jahr im Kreis der Ehrenamtlichen, die diesen Dienst leisten, ausführlich behandelt werden. Sodann erläuterte Ralf Koritko an einem Fallbeispiel die Möglichkeiten einer Kooperation zwischen einem Pflegedienst und der Hospizbewegung. Die Voraussetzungen dazu wären aufgrund eines entsprechenden Vertragsabschlusses nun geschaffen worden. Dieses bedeute, dass eine ambulante pallitativ häusliche Pflege im Zusammenwirken mit einer Begleitung durch die Hospizbewegung erfolgen könne, was dem Wunsch vieler Menschen entspreche. Er appellierte, diese Hilfen anzunehmen, und zwar  rechtzeitig, sonst würden die besten Systeme nichts nutzen. In einem weiteren Bericht informierte Ralf Koritko über das im Aufbau befindliche Palliativ-Netzwerk mit einem ständig besetztem Palliativ-Telefon; näheres dazu  an anderer Stelle.

Kassenwart Karl-Heinz Bode konnte einen positiven Kassenbericht  vorlegen. Seitens der Kassenprüfer wurde eine ordentliche und korrekte Kassenführung bestätigt. Auf Antrag der Kassenprüfer wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Als neuer Kassenprüfer wurde Klaus Demes vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

Vorsitzender Dr. Stefan Kintrup erläuterte noch einmal die vorgeschlagenen Satzungsänderungen, die neben der Änderung des Vereinsnamens sowie des Vereinssitzes, was bereits in der letzten Mitgliederversammlung beschlossen worden aber vom Amtsgericht wegen eines Formfehlers nicht akzeptiert worden sei und insoweit noch einmal beschlossen werden müsse,  auch zwei Änderungen/ Ergänzungen zur besseren Rechtsklarheit beinhalten würden. Alle Satzungsänderungen wurden einstimmig beschlossen, so dass zu hoffen bleibt, dass der Verein künftig mit dem Namen  „Ambulante Hospizbewegung Dülmen e.V.“ agieren kann und seinen Vereinssitz dann auch offiziell in Dülmen, Coesfelder Str. 21, „Hospiz Treff“, hat.
Zum Schluss der Mitgliederversammlung warb der Vorsitzende noch für das Weihnachtskonzert der Stadtkapelle am 20. Dezember 2009, 17,00 Uhr, Aula Schulzentrum, denn der Erlös dieser Traditionsveranstaltung sei der Ambulanten Hospizbewegung Dülmen e.V. zugesprochen worden.                                                                                             
Bernhard Suttrup

Wochenendseminar der ambulanten Hospizgruppe Dülmen

„Ein guter Redner ist nicht so viel wert wie ein guter Zuhörer“
(Chinesische Weisheit)

Unser gemeinsames Wochenendseminar fand in diesem Jahr in Gerleve vom 25. – 27. September 2009 statt. Das Thema: Palliative Psychologie, unser Referent: Dr. Jörg Wattendorf.
Einige Teilnehmer unserer Gruppe machten sich am Freitagnachmittag mit dem Fahrrad auf den Weg nach Gerleve. Um 18 Uhr gab es dann für uns Abendbrot und danach star-teten wir mit dem ersten Vortrag. Es war der Beginn einer Reihe hochinteressanter und äußerst informativer Vorträge, die uns von Herrn Dr. Wattendorf spannend und humorvoll nahegebracht wurden. Der Samstag war bis auf eine ver-diente Mittagspause komplett mit Schulung ausgefüllt. Unser Referent verstand es immer wieder uns zu motivieren und die Zeit verging wie im Fluge, sodass wir sogar zu spät zum Abendessen kamen.
Selbstverständlich kam das gesellige Beisammensein auch nicht zu kurz und am Abend hatten wir Gelegenheit zum Entspannen und angeregter Unterhaltung, wobei die Eindrücke des Tages immer wieder Gesprächsthema waren.
Am Sonntag gab es nach dem Frühstück noch eine Seminarrunde und nach dem Mittagessen unser obligatorisches Gruppenfoto, natürlich auf den Stufen zur Benediktinerkirche. Danach verabschiedeten wir uns noch bei einer Tasse Kaffee und bei strahlendem Herbstwetter ging es dann nach Hause, wobei die Radfahrer klar im Vorteil waren, das Wetter war einfach zu schön.
Das Fazit dieses Wochenendes: Es war eines der Besten und der Referent Spitze.
Wir haben sehr viel gelernt und erfahren, es war eine große Bereicherung, und dass wir uns für die ehrenamtliche Hospizarbeit engagieren, das ist gut so!
Brigitte Scheipers

Projekt „Hospiz macht Schule“

Mai 2009  Klasse 4d – Augustinus-Grundschule, Dülmen
Klassenlehrerin: Frau Steingrube
November 2009  Klasse 3  Kardinal-von-Galen-Grundschule, Dülmen-Merfeld
Klassenlehrerin: Frau Knoke

Ehrenamtliche der Hospizbewegung Dülmen gestalteten Projektwochen, um den Kindern Berührungsängste mit dem sensiblen Thema: „Tod“ zu nehmen. An fünf Tagen beschäftigten sich die Schüler/innen mit den Themen: „Wer-den und Vergehen“, „Krankheit und Leid“, Sterben und Tod, „vom Traurigsein“ sowie dem Thema: „Trost und Trösten“.
In Kleingruppen wurden mit den Ehrenamtlichen Sabine Brandt, Christel Büscher, Walburga Dilkaute, Angela Kathmann und Rafaela Puchalla die Inhalte erarbeitet und den Kindern Gelegenheit gegeben Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen mitzuteilen und gemeinsam neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Die Kinder gingen sehr offen mit dem Thema um und hörten sehr aufmerksam zu, als wir von unseren Begleitungen bei kranken und sterbenden Menschen erzählten. Die Schüler konnten die Trauer der Angehörigen gut nachvollziehen, da sie alle selbst schon verschiedene Verluste erlebt hatten. Ein Drittklässler sagte: „Der Mensch ist nicht einfach tot, er ist erst tot, wenn keiner mehr an ihn denkt“.
Christel Büscher

Projekt Palliativnetz für den Kreis Coesfeld

In der Hospizbewegung gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten in Bezug auf Dülmen. Bei dem oben genannten Projekt Palliativnetz lade ich sie ein Dülmen zu verlassen und wir blicken gemeinsam auf den Kreis Coesfeld.
Vor mehr als 4 Jahren hat sich im Kreis Coesfeld eine Arbeitsgruppe aus den verschiedensten sozialen Bereichen gebildet. Sie hat sich zum Auftrag gemacht dem sterbenden Menschen zu mehr Gehör zu verhelfen. Nach der erfolgreichen Durchführung von jährlich stattfindenden Aschermittwochsworkshops entwickelte sich ein neuer Schwerpunkt in der Entwicklung eines Palliativnetzes für den Kreis Coesfeld. Das Palliativnetz soll die bestehenden Strukturen noch enger verbinden und dem sterbenden Menschen die Möglichkeit geben „zu Hause“ sterben zu dürfen.
Nachdem nun die 90.000 €  für die Aufbau- und Anspruchsstelle zur Verfügung stehen, konnte sie ihre Tätigkeit am 1. November 2009 beginnen.
Parallel dazu wurde auf Eigeninitiative der Palliativstation des Franz-Hospital und des Hospiz Anna-Katharina ein Palliativtelefon eingerichtet. Betroffene, Angehörige aber auch Fachkräfte haben hier die Möglichkeit des Informationsaustausches. Beide Dienste kooperieren eng miteinander, um die individuelle Versorgung zu gewährleisten. Wichtig ist in diesem Modellprojekt, welches auf 3 Jahre befristet ist, Aussagen und Daten zu sammeln, ob das Palliativnetz für einen ländlichen Raum, wie den Kreis Coesfeld, eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Struktur sein kann.
Ralf Koritko

Monatstreffen
der Ehrenamtlichen im ambulanten Hospiz

Auch in diesem Jahr trafen sich an jedem 1. Montag im Monat die ehrenamtlichen Mitglieder der Hospizbewegung Dülmen zum Gedankenaustausch und zur Pflege des guten Miteinanders.
Der Koordinator, Ralf Koritko, informierte über
• aktuelle Begleitungen,
• wo und wann Fortbildungen angeboten werden,
• wann Hospizgruppen aus anderen Orten Austausch-gespräche anbieten,
• und vieles mehr, was uns Weiterbildungsmöglichkei-ten bieten kann.
Darüber hinaus war Herr Koritko bemüht, Referenten/innen zu bestimmten Themen zu gewinnen, was dann allen zugute kommt. Im laufenden Jahr haben wir gute Vorträge gehört und hatten anschließend Zeit zur Diskussion.

Die Themen waren:
Januar Jahresprogrammbesprechung
Februar Filmabend „Schmetterling und Taucherglocke“ mit vorherigen Impulsreferaten zum   Locked-in-Syndrom
März Informationsaustausch zu Begleitungen, Ar-beitsgruppen, Palliativnetz.
April Gesprächsabend zum Thema: „Organspende“
Mai Handreichung für Ehrenamtliche in der Be-gleitung im Hospiz Anna-Katharina
Juni Informationsaustausch zu Kinderhospizbegleitung, Trauercafé, Hospiz macht Schule, Kreishospiztag
Juli Kollegiale Supervision in Bezug auf Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen
August Gemütliches Beisammensein auf dem Grillplatz des Anna-Katharinen-Stift, Karthaus
September Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung. Vortrag mit anschließender Diskussion
Oktober Wochenendseminar in Gerleve
November Öffentlicher Abend, auch für Interessierte, zum Thema Märchen: „Ich will auch dorthin gehen, wo meine Frau und meine Kinder sind“.
Dezember Adventliches Beisammensein im „Hospiz-Treff“
Ralf Koritko/ Anne Ridder

Trauercafe der  Hospizbewegung Dülmen

Im September 2009 bestand unser Trauercafè bereits 5 Jahre.
Jeden 1. Sonntag im Monat von 10 – 12.00 Uhr treffen wir uns mit unseren Gästen zum gemeinsamen Frühstück und anschließendem Austausch.
Würdevoll miteinander zu leben bedeutet zu Lebzeiten:
 sich auf sein Gegenüber einzulassen
 miteinander in Beziehung zu kommen
   Zeit und Nähe zuzulassen, wo ein endgültiger Abschied genommen wird
 einen steten Ort zu haben, um seiner Trauer Ausdruck zu verleihen, bzw. einen Raum zu finden, der Erinnerungen und Gedenken ermöglicht.
Mit unserem Trauercafe haben wir „einen“ Raum von vielen Möglichen geschaffen.

Dieser Sonntag bedeutet für unsere Gäste: ihre Trauer anderen mitzuteilen und ins Gespräch zu kommen. Es bedeutet für sie: mit kleinen Schritten den Weg in ihr verändertes Leben zu gehen.
Wir, das Team der ehrenamtlichen Trauerbegleiter, freuen uns über die große Resonanz und ganz besonders über die Dankbarkeit der Wegbegleitung, die uns unsere Gäste immer wieder zeigen.

Die Trauerbegleiterinnen sind telefonisch zu erreichen:
Walburga Dilkaute 0 25 94 - 74 82
Angela Kathmann 0 25 94 -  66 34
Hildegard Wilkes 0 25 94 – 8 48 33
Walburga Dilkaute
 
Termine im Jahr 2010

Montags 16-18.00 Uhr Sprechstunde des Koordina-tors Ralf Koritko
Mittwochs 16-18.00 Uhr Sprechstunde mit Mitarbeitern/innen der Hospizbewegung
Freitags 10-12.00 Uhr Sprechstunde mit Mitarbeitern/innen der Hospizbewegung
Jeden 1. Montag  Im „Hospiz-Treff“ 20.00 Uhr Treffen der Ehrenamtlichen


Alle Veranstaltungen finden im  „Hospiz-Treff“, Coesfelder Straße 21 statt. Telefonnr: 02594-5092447. Rund um die Uhr erreichen Sie die ambulante Hospizbewe-gung unter der Mobilfunknummer: 0171 – 8925199Die nächsten Termine des Trauercafe sind am:
03. Januar 07. Februar 07. März 04. April
02. Mai 06. Juni 04. Juli 01. August
05. Sept. 03. Oktober 07. Nov. 05. Dezember   
jeweils von 10.00 – 12.00 Uhr


Internet: Seit November 2008  sind wir auch im Internet präsent. Unter www.hospizbewegung-duelmen.de können Sie jederzeit neue Informationen, Presseartikel und Hinweise auf Termine und Veranstaltungen erfahren.

Frederick

Rund um die Wiese herum, wo Kühe und Pferde grasten, stand eine alte, alte Steinmauer.
In dieser Mauer – nahe bei Scheuer und Kornspeicher – wohnte eine Familie schwatzhafter Feldmäuse.
Aber die Bauern waren weggezogen, Scheuer und Kornspeicher standen leer. Und weil es bald Winter wurde, begannen die kleinen Feldmäuse Körner, Nüsse, Weizen und Stroh zu sammeln. Alle Mäuse arbeiteten Tag und Nacht. Alle – bis auf Frederick. „Frederick, warum arbeitest du nicht?“ fragten sie. „Ich arbeite doch“ sagte Frederick, „ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten, dunklen Wintertage.“
Und als sie Frederick so dasitzen sahen, wie er auf die Wiese starrte, sagten sie: „Und nun Frederick, was machst du jetzt?“ „Ich sammle Farben,“ sagte er nur, „denn der Winter ist grau.“
Und einmal sah es so aus, als sei Frederick halb eingeschlafen. „Träumst du, Frederick?“ fragten sie vorwurfsvoll. „Aber nein,“ sagte er, „ich sammle Wörter. Es gibt viele lange Wintertage – und dann wissen wir nicht mehr, worüber wir sprechen sollen.“ 
Als nun der Winter kam und der erste Schnee fiel, zogen sich die fünf kleinen Feldmäuse in ihr Versteck zwischen den Steinen zurück. In der ersten Zeit gab es noch viel zu essen, und die Mäuse erzählten sich Geschichten über singende Füchse und tanzende Katzen. Da war die Mäusefamilie ganz glücklich! Aber nach und nach waren fast alle Nüsse und Beeren aufgeknabbert, das Stroh war alle, und an Körner konnten sie sich kaum noch erinnern. Es war auf einmal sehr kalt zwischen den Steinen der alten Mauer, und keiner wollte mehr sprechen.
Da fiel ihnen plötzlich ein, wie Frederick von Sonnenstrahlen, Farben und Wörtern gesprochen hatte. „Frederick!“ riefen sie, „was machen deine Vorräte?“ „Macht die Augen zu“ sagte Frederick und kletterte auf einen großen Stein. „Jetzt schicke ich euch die Sonnenstrahlen. Fühlt ihr schon, wie warm sie sind? Warm, schön und golden?“ Und während Frederick so von der Sonne erzählte, wurde den vier kleinen Mäusen schon viel wärmer.
Ob das Fredericks Stimme gemacht hatte? Oder war es ein Zauber? „Und was ist mit den Farben, Frederick?“ fragten sie aufgeregt. „Macht wieder eure Augen zu“, sagte Frederick. Und als er von blauen Kornblumen und roten Mohnblumen im gelben Kornfeld und von grünen Blättern am Beerenbusch erzählte, da sahen sie die Farben klar, so klar und deutlich vor sich, als wären sie aufgemalt in ihren kleinen Mäuseköpfen.
„Und die Wörter Frederick?“ Frederick räusperte sich, wartete einen Augenblick, und dann sprach er wie von einer Bühne herab: „Wer streut die Schneeflocken? Wer schmilzt das Eis? Wer macht lautes Wetter? Wer macht es leis? Wer bringt den Glücksklee im Juni heran? Wer verdunkelt den Tag? Wer zündet die Mondlampe an?
Vier kleine Feldmäuse wie du und ich wohnen im Himmel und denken an dich.
Die erste ist die Frühlingsmaus, die lässt den Regen lachen.
Als Maler hat die Sommermaus die Blumen bunt zu machen.
Die Herbstmaus schickt mit Nuß und Weizen schöne Grüße.
Pantoffeln braucht die Wintermaus für ihre kalten Füße.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind vier Jahreszeiten.
Keine weniger und keine mehr. Vier verschiedene Fröhlichkeiten.“
Als Frederick aufgehört hatte, klatschten alle und riefen: „Frederick, du bist ja ein Dichter!“ Frederick wurde rot, verbeugte sich und sagte bescheiden: „Ich weiß es – ihr lieben Mäusegesichter!“
von Leo Lionni


Allen Mitgliedern und Freunden der Hospizbewegung Dülmen wünschen wir von Herzen einen besinnlichen Advent mit Zeit für Ruhe und Einkehr, ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Neue Jahr 2010!

Die Ehrenamtlichen der Hospizbewegung

Der Ausschuss „Öffentlichkeitsarbeit“ der Hospizbewegung
 Klaus Benze; Karl-Heinz Bode; Christel Büscher;
 Erika Kerkeling; Ralf Koritko; Anne Ridder.

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Ambulante Hospizbewegung Dülmen e.V.

Vorsitzende: Monika Holtkamp

Koordinatoren : Ralf Koritko, Susanne Erfurt

Coesfelder Strasse 21  48249 Dülmen

Tel:: 0 171 / 8 92 51 99

Sparkasse Westmünsterland

BLZ 401 545 30

Konto 18 013 086

IBAN: DE52 4015 4530 0018 0130 86
BIC: WELADE3WXXX

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